So, heute Abend findet nun also das Duell der Giganten statt, der alteingesessene Branchenprimus gegen den Emporkömmling, oder auch Godzilla gegen die Roboterfrau aus der Saturn-Werbung. Für einen Fußball-Fan ist das eine unmögliche Situation. Zwei Mannschaften treffen aufeinander, denen man grundsätzlich die Scheiße an die Stiefel wünscht. Wie soll man sich da verhalten? Wo würde man denn eher leben wollen, in einem Amerika unter George W. Bush oder in China? So wenig verlockend das auch erscheinen mag, man würde sich vermutlich für die amerikanische Lösung entscheiden, und so wird man heute Abend auch eher den Bayern als den Vetretern der "alten Ordnung" die Daumen drücken. Wie gesagt, eine unmögliche Situation, der ich deshalb aus dem Weg gehen werde. In einem Kino bei mir um die Ecke wird heute Buster Keatons "Steamboat Bill jr." mit Live-Orchesterbegleitung gespielt. Zur Erinnerung:
"Er verharrt und wartet auf den Auftrag aus dem Inneren, der, einem Instinktprogramm ähnlich, 'Renne um dein Leben' lauten könnte. Wenn er seine innere Stimme vernimmt und die Flucht beginnt, läuft er mit aufgerissenen Augen und nach vorne gestreckten Armen weg vom Ort des Erschreckens..." So steht es über Keaton geschrieben, und irgendwie passt das zum heutigen Fußball-Abend...
4 Kommentare:
Ja, so sieht's wohl aus ...
das schlimmste an Hoffenheim ist tatsächlich, dass sie einen heute Abend dazu bringen zu Bayern zu halten. Nie werde ich das dem Herrn Hopp verzeihen!
Achtung Kalauer:
Im Grunde sind sowohl Hoffenheim als auch Bayern München ziemlich weit entfernt von Buster Keaton in "Steamboat Bill jr." - sie haben nämlich ausgewiesenermaßen kein Sturmproblem.
BTW: Großartiger Film und ich frage mich jedes Mal "Wie haben die das gemacht? - damals"
Schließe mich meinen Vorrednern an, besonders was die "da muss man gar zu den Bayern halten"-Komponente angeht. Oh und ich kann es nicht mehr hören, wie die Supi-Dupi-Kuschel-Wuschel-Liga-Begeisternden-Top-Hoffenheimer gerade die Liga aufmischen/bereichern/überraschen. Blablabla. Und der Hopp stänkert weiter verkniffen gegen alle, die sich den Jubelarien nicht anschließen. Unsympathisch. The End.
Na, und es hat sich doch gelohnt. Ich jedenfalls fand es eine sehr rassige Partie, und wenn ein Philip Lahm ein Tor schiesst, kann man auch als Nicht-Bayern-Fan problemlos jubeln.
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